Diese Frage läßt sich relativ leicht klären, da man, falls man "Low Enriched Uranium" verwendet, gewisse Nachteile in Kauf
nehmen muß, die den Sinn des FRM-II in Frage stellen. Oder man müßte große technische Veränderung an der Anlage vornehmen,
die unter Umständen die Sicherheit gefährden. Als Nachteile wären zu nennen:
eine höhere thermische Nennleistung wird benötigt und somit sind hochempfindliche Versuche nicht mehr möglich, da die Hintergrundstrahlung den zu messenden Effekt übertrifft.
eine andere und somit teurere Konstruktion der Reaktoranlage wird benötigt um die höhere thermische Energie abzuführen
es fallen mehr radioaktive Spaltprodukte an, da das in LEU in größerer Konzentration vorkommende U238 die Neu-tronen schluckt und zu unerwünschten Plutonium reagiert
größere Mengen radioaktiven Abfalls, da ein Brennelement mit LEU schneller ausgebrannt ist
längere Abklingzeiten
einen wesentlich höheren Anfall von Plutionium
kompliziertere Sicherheitsvorrichtungen
Untergrund-Nachteile für Experimente
Komplikationen für kernnahe Experimenta, aufgrund der höheren Aufheizung des
Reaktors
Wenn man diese Nachteile betrachtet und sich auch noch die vorher genannten Punkte in Erinnerung ruft, wird man feststellen,
daß für München, diese Neutronenquelle Sinnvoll erscheint. Da stellt sich nur noch die Frage, ob die Bevölkerung das genauso
sieht, wie es sich die Wissenschaftler des Max-Planck Instituts für Physik auf folgendem Bild vorstellen.