Referat
Nicki Messerschmidt
FRM-II Garching
LK Physik
26.11.1998
K13/I


Warum "Highly Enriched Uranium"?

Diese Frage läßt sich relativ leicht klären, da man, falls man "Low Enriched Uranium" verwendet, gewisse Nachteile in Kauf nehmen muß, die den Sinn des FRM-II in Frage stellen. Oder man müßte große technische Veränderung an der Anlage vornehmen, die unter Umständen die Sicherheit gefährden. Als Nachteile wären zu nennen:
  • eine höhere thermische Nennleistung wird benötigt und somit sind hochempfindliche Versuche nicht mehr möglich, da die Hintergrundstrahlung den zu messenden Effekt übertrifft.
  • eine andere und somit teurere Konstruktion der Reaktoranlage wird benötigt um die höhere thermische Energie abzuführen
  • es fallen mehr radioaktive Spaltprodukte an, da das in LEU in größerer Konzentration vorkommende U238 die Neu-tronen schluckt und zu unerwünschten Plutonium reagiert
  • größere Mengen radioaktiven Abfalls, da ein Brennelement mit LEU schneller ausgebrannt ist
  • längere Abklingzeiten
  • einen wesentlich höheren Anfall von Plutionium
  • kompliziertere Sicherheitsvorrichtungen
  • Untergrund-Nachteile für Experimente
  • Komplikationen für kernnahe Experimenta, aufgrund der höheren Aufheizung des Reaktors

    Wenn man diese Nachteile betrachtet und sich auch noch die vorher genannten Punkte in Erinnerung ruft, wird man feststellen, daß für München, diese Neutronenquelle Sinnvoll erscheint. Da stellt sich nur noch die Frage, ob die Bevölkerung das genauso sieht, wie es sich die Wissenschaftler des Max-Planck Instituts für Physik auf folgendem Bild vorstellen.
    Abbildung 5: Werbeplakat der TU-München



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